Mit „Würde“ getaggte auf Blog von Alexander Grundner-Culemann:

Bei der Leküre der Horizont, keine schlechte "Zeitung für Marketing, Werbung und Medien", denke ich an eine Stelle im Ersten Pariser Tagebuch von Ernst Jünger:

"Die Technik ist jetzt in solcher Tiefe realisiert, daß auch nach Brechung der Vorherrschaft des Technikers und seiner Leitgedanken mit ihrem Bestand gerechnet werden muß. Vor allem ist Fürchterliches an Opfern in sie eingebaut. So wird sie bleiben, wie das alte Gesetz nach Christus bestehen blieb - als eine unserer Erinnerungen mit dem ihr zugeordneten menschlichen Bestand.

Die eigentliche Frage lautet, ob man die Freiheit an sie verliert. Wahrscheinlich ergibt sich daraus eine neue Form der Sklaverei. Diese kann mit Komfort, sie kann sogar mit dem Besitz der Macht verbunden sein; die Kette aber bleibt bestehn."
Paris, 13. August 1942; Strahlungen I, München 1988
[Absatz von mir eingefügt]

Mit Technik meint Jünger nämlich auch, was man heute Werbung nennt:
"... - wie in der Propaganda, die sich sowohl im scharfen schwarzweißen Muster ihrer Formen als auch in ihrer monotonen Wiederholung als eine der Gattungen der Technik ausweist."
Kirchhorst, 19. August 1939; a.a.O.

Mit dem erwähnten Blatt kann man erleben, wie Medienschaffende arbeiten, und erahnen, welche Geldströme sie unterhalten.

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