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Apple hat jetzt seinen eigenen Chip und will sich so von Intel unabhängiger machen.

Was dabei eigen ist, wäre aber noch zu diskutieren. Denn einen wirklich neuen Chip herzustellen, ist extrem anspruchsvoll, so Matt Murphey, zitiert von Richard Waters:

"In between are [...] the nitty gritty, nuts and bolts work of turning a piece of silicon fresh from the manufacturer into a final product, including packaging, assembly and testing."

Das kann, gelinde gesagt, nicht jeder.

Und hier ist eines der Felder, auf dem die Volksrepublik China, bei allem Fortschritt bei AI, längerfristig Probleme haben wird, wenn sie vom amerikanischen Chipmarkt ausgeschlossen werden sollte. Ich bezweifele, daß ihre Ingenieure da werden mithalten können.

Bezug: Richard Waters, Apple chips away at a new strategy for computing dominance, FT 13. November 2020, p. 6
Es gibt welche, die halten den Petya-Angriff vom 27. Juni für einen Akt klassischen Krieges, nämlich eines zwischen zwei Staaten. Sie begründen diese Annahme mit den TTP's (tactics, techniques and procedures).

DIe uns alle betreffende Lage wäre demnach von folgenden fünf Punkten gekennzeichnet:

  • Wer das getan hat, ist nicht hieb- und stichfest zu ermitteln.
  • Drohen mit Strafe beeindruckt daher niemanden.
  • Die Folgen, und wen sie treffen, sind nicht kontrollierbar.
  • Grenzüberschreitungen nehmen daher immer mehr zu.
  • Die Wahrscheinlichkeit einer heftigen Reaktion eines Staates, der vielleicht garnicht direkt Ziel der Attacke ist, und einer Auseinandersetzung dann auch mit anderen Waffen als der Informationstechnik, steigt.

Bezug: Sam JonesFT v. 1. Juli, p.3
Jürgen Kühling schreibt zum Urteil vom 21. Dezember 2016 - C-203/15 und C-698/15

Die dortige Abwägung arbeitet mit eher theoretischen und hypothetischen Annahmen wie dem „Gefühl" der Betroffenen, „dass ihr Privatleben Gegenstand einer ständigen Überwachung ist". Schade. Ein so umstrittenes Instrument wie die Vorratsdatenspeicherung hätte etwas stärkere empirische Analysen verdient, bevor es grundrechtlich verworfen wird. 

Ich meine mit dem Volkszählungsurteil (Seite 45 unten, 46 oben Wer unsicher ist ..." und Wer damit rechnet ..."),  daß das Gefühl des Souveräns, der Bürger, ein ernstes Argument ist. Lauter Duckmäuser - und die Demokratie wäre am Ende.

Auf empirische Analysen zu warten, relativiert. Und ist meiner Ansicht nach viel zu gefährlich. Diese Dinge stehen nicht zur Disposition.

Literatur:  Gregor v. Rezzori,  Ödipus siegt bei Stalingrad
Die SpaceNet AG, München, hat gestern beim Oberverwaltungsgericht für Nordrhein-Westfalen, Münster, eine einstweilige Verfügung erwirkt dahingehend, daß sie die Daten ihrer Kunden nicht zu speichern und für die Ermittlungsbehörden bereitzuhalten hat.

Nichts stört beim Arbeiten mit dem guten alten Editor vim mehr als ungewünschtes Einmischen der Maus ins Geschehen. Ich schreibe mit vi, und bei modernen Betriebssystemen wird anscheinend der Maus erlaubt, wie ein nervöser Kanarienvogel immer wieder einen Klick abzusondern. Wenn der Zeiger dann auf der Editoroberfläche steht, schreibt man dort weiter, wo die Maus gerade ihr Kleckslein gelassen hat, und merkt das vielleicht erst dann, wenn man schon mehrere Zeilen weiter ist.Auf die Dauer ist das außerordentlich lästig.

Die Lösung fand ich nach einigem Probieren:

Man trägt in die _vimrc die Bemerkung

set mouse=h
ein. Dann wird die Maus nur noch im Hilfemenue aktiviert. Und läßt einen sonst in Ruhe.

Allerdings darf man diese Zeile erst nach diversen Präliminarien eintragen, die in der _vimrc enthalten sind, also eher zum Schluß. Anscheinend muß der Rechner erst verstehen

behave mswin
bevor er an die Maus gehen kann.

Sicherheitshalber habe ich drei Zeilen daraus gemacht:

if has('mouse')
    set mouse=h
endif
"Ich habe mir schon gedacht, daß Sie das nicht interessiert."
Karl Valentin


Mein Perl-Skript zurm massenhaften Bearbeiten von LaTeX-Dateien enthält die Zeilen

system ('cls');
sleep(1);
system ('vim beispieldatei.tex');
system ('latex beispieldatei');
system ('dvips beispieldatei.dvi');
sleep(20);
system ('redpr -P"druckername" beispieldatei.ps');
Der Bildschirm wird also bereinigt, dann wird eine Sekunde geschlafen und mit dem Editor vim die beilspieldatei.tex aufgerufen, die auf dem Arbeitspfad bereits vorhanden ist. Ich speichere die Datei nach ihrer Bearbeitung ab ("ZZ"). Darauf ruft das Skript die Befehle latex und dvips auf. 20 Sekunden Schlaf sind in der nächsten Zeile eingefügt, damit die Druckerroutine nicht überlastet wird. Der Druck erfolgt dann mit dem uralten Programm RedMon - Redirection Port Monitor for Windows 95/98, NT 2000 and 4.0., Version 1.7.

Ich mache um Windows normalerweise einen Bogen, brauche es aber auf meinem Laptop. Ich habe mir einen neuen solchen erworben und Windows 7 darauf installiert. Mein Perl-Skript will ich auch hier weiter nutzen. Also habe ich das Uraltprogramm RedMon auf den neuen Laptop kopiert und auf einen Pfad gelegt, dessen Adresse ich dann unter der Variable PATH eingefügt habe. Das ist bei Windows 7 einfach: Man ruft mit - horribile dictu - der Maus auf: Start -> Systemsteuerung -> System -> Erweiterte Systemeinstellungen -> Umgebungsvariablen und dann die Zeile PATH bei Systemvariablen. Das wird damit blau unterlegt. Man geht ans Ende der Zeile und trägt ein:

;c:\RedMonPfad\redpr.exe
Bei mir funktioniert das prächtig. Copyright von RedMon: 1997 - 2001, Ghostgum Software Pty. Ltd.

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