Grundner-Culeman: Mai 2009 Archive

Search Engine Optimization, abgekürzt: SEO, die Suchmaschinenoptimierung: Ein Begriff, der alleinstehend sinnlos ist. Wie etwa

  • "mehrfach ausgezeichneter" [z.B. Film, Roman]: Von wem wurde er ausgezeichnet?
  • "Träger hoher und höchster Auszeichnungen": Wer hat ihm die gegeben?
  • "Bundesehrenpreis": Von wem wurde er gestiftet? Wer teilte ihn zu?

Der Begriff führt in die Irre. Es muß Suchmaschinenmanipulation heißen.
Ich bekam zum Geburtstag eine Blume. Einen Topf mit einem an der Seite angeklebten Plastikschild. "Anthurium, Robino, Groene Tint" steht darauf.

Auf der Rückseite steht www.groenetint.eu gedruckt. Ich lese nach.

Anscheinend ein Epiphyt. Ich mag die Epiphyten, bin ein Freund von Rhipsalidopsis Gaertneri, schon wegen des Namens; mit einem Exemplar im Gewächshaus des Botanischen Gartens bin ich näher bekannt.

Und welches ist es nun, mein Geschenk: Anthurium andreanum oder Anthurium scherzerianum? Offenbar die kleine, die ihren Namen von einem gewissen Herrn Scherzer bekam. Dies kann man nachlesen in der Enzyklopadie des Lebens, die auf Die Gartenwelt Nr. 4 von 1900 verweist. Welche Mühe sich da einige mit den Webseiten gegeben haben, welcher Respekt vor der Natur und den Menschen, die sie beobachteten!

Auf der Suche nach Herrn Scherzer im Netz aller Netze stoße ich darauf, daß Rose Ausländer eigentlich Rosalie Beatrice Ruth Scherzer hieß. Und entdecke dabei eine Ausgabe des Meyers Konversationslexikons im Netz.

Das Anthurium: Ein feines Geschenk.
"Schönheit ist ein gutes Gefühl."

Werbung für ein Beiersdorf-Produkt

Stimmt. Nämlich nicht mehr und nicht weniger.

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Aus einem Interview mit Oswald Kolle im deutschen Playboy 10/2008, p. 160. Kolle:

Einmal hat eine meiner Geliebten bei meiner Frau angerufen und gesagt: "Ich kriege ein Kind von Ihrem Mann." Da hat sie geantwortet: "Phantastisch! Freuen Sie sich. Der macht wunderschöne Kinder."

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Ein Urologe:

Brain, muscles and penis: Use it or loose it.
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Mein Freund G.B., Manager:

Ein Scheck ist,
wenn man Geld hat,
ein Wechsel ist,
wenn man kein Geld hat.
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Bücher vom Krieg, deren Lektüre ich für gut halte:
  • Ernst Jünger In Stahlgwittern
  • Antti Turi Talvisota (deutsch: Winterkrieg)
  • Paul Parin Es ist Krieg und wir gehen hin.
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Von dem kann man lernen:
"McCain sagte, er werde keinen Augenblick damit verschwenden, dem nachzutrauern, was hätte sein können. Er bezeugte dies, indem er Obama «meinen Präsidenten» nannte."
NZZ online vom 5. November 2008 abends


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Paul Parin ist gestorben. Seine Erzählungen Die Leidenschaft des Jägers hatte ich letztes Jahr gelesen. Mir wichtig, aber kein Buch zum Verschenken; schon garnicht an Jäger.

Ludger Lütkehaus hat einen Nachruf in der Neuen Zürcher Zeitung (Nr. 115) geschrieben.



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