Neues in der Kategorie Blog

Die Blogsphäre heißt gemein und englisch Blogosphere. Das eine o ist hinzugekommen, damit das Wort besser gesprochen werden kann - wie bei Reinemachefrau, Schweineschnitzel und Rinderfilet. Auch im Spanischen kämpft man bei diesem Begriff mit den Vokalen: blogisfera und blogósfera werden offenbar gebraucht (vgl. im Französischen: blogosphère), richtig ist meiner Ansicht nach blogsfera.

Hier einige Blogs, die ich gelegentlich lese. Nicht etwa, weil sie alle gut sind. Manche sind interessant, weil deren Verfasser sich beachtlich in die Karten schauen lassen. Auch der Umgang mit Anonymität interssiert mich; der Umgang des Volks untereinander; der mangelnde Respekt gegeneinander und zu sich selbst - das alltägliche Elend halt.

Und manchmal glitzern Sternchen in der (ein schönes spanisches Wort:) blogalaxia.


Ihre eigene Plattform schufen sich:


Bei der Financial Times


Blogs anderer Wirtschaftswissenschaftler:


Blogs von Fliegern:



von Six Apart:


Andere:


Blogs von - umschrieben - Blockfleck.Komm müssen leider draußen bleiben, denn die Plattfom gehört zum Unternehmen in Santa Clara, gegen das ich bekanntlich grundsätzliche Bedenken habe.

Willem Buiter verabschiedet sich von seinem Blog Maverecon mit lesenswerten Sätzen zu dem, was ein Blog sein kann und was nicht - im Kontext zur Stellung seines Verfassers.
Mein Blog soll nicht sein wie die Gewölbe der Badestuben (Rezzori, Maghrebinische Geschichten) [Oder: "Es ist zwar alles schon gesagt worden, aber nicht von mir." (Karl Valentin?)], aber hinweisen möchte ich doch auf den unter dem Namen Bert Brecht von Constantin Seibt verbrochenen Aufsatz Fundstücke - Das grösste Kunstereignis 1929 im Heft 9/97 der NZZ Folio. Siehe dazu: Folio lügt in NZZ Folio 8/06 vom selben Autor.
Gestern im Gespräch über meinen Blog: "Aber wer liest das?"

  • Niemand. Ich schreibe den Blog nicht, damit ihn wer liest. Wie bei einem Logbuch:  Interessant wird's erst, wenn das Schiff untergegangen ist (cf.: Stanislaw Lem, Terminus).
  • Ich bin durch Danah Boyd darauf gekommen, einen zu beginnen: Ich werde die soberanía aérea über meinen Ruf im Netz aller Netze behalten.
  • In fernen Zeiten kann keiner behaupten, ich hätte zu bestimmten Dingen geschwiegen.
  • Paul Krugman schreibt zu seinen Blog-Einträgen:

With any luck, you will find many of these pieces extremely annoying. My belief is that if an op-ed or column does not greatly upset a substantial number of people, the author has wasted the space. This is particularly true in economics, where many people have strong views and rather fewer have taken the trouble to think those views through - so that simply insisting on being clear-headed about an issue is usually enough to enrage many if not most of your readers.

  • Zwei Schüler im Religionsunterricht: "Was wäre, wenn Adam und Eva sich an das Verbot gehalten hätten?" "Dann wäre Eva heute noch 'ne alte Jungfer."

  • Neulich Montag morgens Telephonat mit der Vermittlung der Landeshauptstadt München. Ich sage, ich kennte das Aktenzeichen nicht, der Vorgang sei hier in Verstoß geraten [ein Ausdruck aus der guten alten bayerischen Verwaltung]. Darauf der Beamte:

    "Nur das Chaoskind
    weiß, was Ordnung ist."



ment ist der Stamm vom lateinischen Wort mens, Genitiv mentis, welches für das steht, was nach landläufiger Ansicht im Kopf passiert: der Geist, der Verstand, die Gesinnung. Ich dachte, das ist eine passende Überschrift, um etwas ins Netz zu stellen.

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