März 2011 Archive

"Ich bin fest davon überzeugt, daß die Amtsgeschäfte durch das geschriebene Wort geleitet werden sollen. Zweifellos wird im Rückblick vieles, was im Drang der Ereignisse von Stunde zu Stunde niedergeschrieben wurde, in keinem rechten Verhältnis zu den Dingen stehen oder sich auch als unrichtig erweisen. Dieses Risiko nehme ich bereitwillig auf mich. Von der Hierarchie der militärischen Disziplin abgesehen, ist es immer besser, Meinungen und Wünsche auszusprechen, als Befehle zu erteilen. Schriftliche Weisungen aber, die von dem gesetzmäßig ernannten Chef der Regierung und insbesondere mit der Verteidigung betrauten Minister persönlich herrühren, besaßen so viel Gewicht, daß sie, ohne ausdrücklich als Befehle bezeichnet zu sein, sich häufig in Aktionen umsetzten."
Winston S. Churchill, in: Der Zweite Weltkrieg, Band 2, Die nationale Koalition

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VOGUE: "Frau Otto, Ihre Telefone klingeln, warum heben Sie denn nicht ab?"

KARLA OTTO: "Weil ich jetzt mit Ihnen reden möchte. Nur so geht's: alles der Reihe nach erledigen und sich immer auf den Termin konzentrieren, der gerade anliegt."

BUSINESS VOGUE 4/11, München, Seite 36

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"Rien faire, tout faire faire, rien laissez faire"

(las ich einmal in den Tagebüchern von Ernst Jünger)
Dieser Beschluß des BGH ist nicht uninteressant: Man kann gut studieren, wie hier ein Grundrecht rechtlich wirkt, wie es nämlich sich quasi in den Faktor Zeit einhakt. Auch: was wir in der Rechtspflege formell voneinander erwarten - und was nicht.


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