Zero

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Notwendig nimmt, wer ungedeckt leerverkauft, die Gefahr einer Pleite auf sich. Denn die Kosten für seine Verpflichtung, zu liefern, haben keine Grenze nach oben, sie können unendlich groß werden:

  • Es kann plötzlich zu einem Short-Squeeze kommen.
  • Der Wert der Währung, in der das gehandelte bewertet ist, kann mit einem Male fallen.
  • Das leerverkaufte Gut kann plötzlich knapp und damit unendlich teuer werden.

Weil das Vermögen des Handelnden nicht unendlich groß sein kann, besteht also immer die Möglichkeit, daß die Kosten der Erfüllung seiner Verpflichtungen sein Vermögen übersteigen. Stops sind kein Ausweg, weil sie nur dazu führen, daß die Positionen sofort aufgelöst werden, wenn sie berührt werden - aber zu den Preisen, die dann gelten.

Hier lernt man die Null zu schätzen: Tiefer kann der Preis nicht fallen. Jede Long-Position kann also höchstens verlorengehen, muß aber nicht zur Zahlunfähigkeit führen.

Weniger beliebt ist die Null in Zeiten von Deflation: Es gibt keine negativen Nominalzinsen. Sind diese einmal Null und fallen weitherum die Preise, kann keine Notenbank der Welt mehr etwas gegen hohe Realzinsen tun und dagegen, daß keiner mehr Geld ausgibt.

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