Lohnnebenkosten gibt es nicht.

In dem Wort Lohnnebenkosten nimmt das neben dem Arbeiter etwas weg. Die Beiträge zu den Versicherungen sind aber sein Beitrag an sie, sie gehören ihm, sie wandeln sich in seine Anwartschaft. Das gilt auch für den sogenannten Arbeitgeberanteil.

Merkwürdigerweise wird das, was man mit Lohnebenkosten meint, nur nach seiner Kosteneigenschaft benannt. Von Lohnnebenleistungen ist in diesem Zusammenhang nie die Rede. Der Arbeiter könnte auf dumme Gedanken kommen.

Lohnebenkosten? Die richtige Bezeichnung ist Lohn. Nicht die Lohnnebenkosten in der Bundesrepublik sind überdurchschnittlich hoch in Europa, sondern der Lohn.

Daß nicht so gesprochen wird, zeigt eine Übereinstimmung Aller, daß die Lohnnebenkosten eben kein Lohn sind und daher nach allgemeiner Auffassung dem Arbeiter nicht gehören. Das zeigt sich schon daran, daß heute über die Anwartschaften verfügt wird, wie es - nein, nicht etwa der Selbstverwaltung der Sozialversicherung, sondern der Regierung eben gerade einfällt. Es ist tatsächlich schon so, daß die Beiträge faktisch Steuern auf den Faktor Arbeit geworden sind.

Lohnnebenkosten? Die richtige Bezeichnung ist: Der große allgemeine Bakschisch aller an alle.

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