Amtsverschwiegenheit

pra schreibt in der NZZ Nr. 92 vom 21.4., p. 9:

"Die über die internen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gewöhnlich gut informierte «[...] Zeitung» ..."

Ich hebe hier einmal hervor:

"Die über die internen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gewöhnlich gut informierte «[...] Zeitung» ..."

Was schreibt diese?

"Ein [...]-Manager hat ausgesagt, N.N. habe ihn und einen Kollegen angehalten, fragwürdige Provisionszahlungen vorzunehmen. Der [...]-Manager sagte am Mittwoch als Zeuge bei der Staatsanwaltschaft München I aus. Dabei berichtete er den Ermittlern, er sei in den Jahren 2002 und 2003 intern gedrängt worden, eine fragwürdige Provisionszahlung vorzunehmen. Es sei um ein Großprojekt von [...] in A[...] gegangen.

Im Auftrag [...]. Der Münchner Staatsanwaltschaft liegen Hinweise vor, dass für diesen Auftrag Schmiergeld an Regierungsvertreter geflossen sein soll."

Und so fort. Namen stehen in dem Artikel der Zeitung ausgeschrieben.

Einige Staatsanwälte plaudern offenbar aus den Akten. Das erinnert mich an die Hausdurchsuchung bei einem bedeutenden Wirtschaftsführer durch die Finanzbehörden im Februar, die von den Beamten geradezu inszeniert worden war.

An Phantasie fehlt es den Verantwortlichen. Sie haben keine Vorstellung davon, was es für ein Gemeinwesen bedeutet, wenn das Vertrauen in seine mit besonderer Macht ausgestatteten Exponenten verlorgengeht.

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